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Was verrät die Lackschichtdicke über einen Unfallwagen
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Was verrät die Lackschichtdicke über einen Unfallwagen

· 3 Min. Lesezeit

Der Lack glänzt makellos, der Verkäufer schwört auf Unfallfreiheit. Ein kleines Messgerät sagt manchmal etwas ganz anderes.

Die Lackschichtdickenmessung gehört zu den einfachsten und zugleich aufschlussreichsten Prüfmethoden bei Gebrauchtwagen.

Wie das Messgerät funktioniert

Ein Lackschichtdickenmessgerät misst mittels Magnetinduktion oder Wirbelstrom, wie dick die Lackschicht an einer bestimmten Stelle ist. Die Messung dauert nur wenige Sekunden pro Punkt.

Serienlack liegt bei den meisten Herstellern in einem bestimmten, relativ einheitlichen Bereich. Weicht ein Messwert deutlich davon ab, ist das ein Hinweis auf eine Nachlackierung.

Die Messung erfolgt zerstörungsfrei. Das Fahrzeug wird dabei in keiner Weise beschädigt.

Was auffällige Werte bedeuten können

Nicht jede Abweichung bedeutet automatisch einen Unfallschaden. Es gibt mehrere mögliche Ursachen für erhöhte Werte.

  • Eine frühere Unfallreparatur mit neuer Lackschicht
  • Eine kosmetische Ausbesserung nach einem Steinschlag oder Parkschaden
  • Eine werkseitige Nachlackierung, die manche Hersteller dokumentieren

Wichtig ist deshalb immer die Gesamtbetrachtung. Ein einzelner auffälliger Wert an einer Stelle sagt noch wenig aus.

Erst das Muster über mehrere Karosseriebereiche hinweg ergibt ein klares Bild.

Wie die Messung im Gutachten eingesetzt wird

Bei einer Fahrzeugbewertung vor dem Kauf gehört die Lackschichtdickenmessung zu den Standardprüfungen. Sie ergänzt die optische und technische Untersuchung.

Der Ablauf sieht typischerweise so aus.

  • Messung an mehreren Punkten je Karosserieteil
  • Vergleich der Werte zwischen den einzelnen Bauteilen
  • Abgleich mit bekannten Werksangaben, sofern verfügbar
  • Einordnung der Ergebnisse im Gesamtkontext des Fahrzeugs

Diese systematische Vorgehensweise deckt Auffälligkeiten auf, die beim bloßen Hinsehen unentdeckt bleiben würden.

Warum sich diese Prüfung vor dem Autokauf lohnt

Gerade bei teureren Gebrauchtwagen kann eine verschwiegene Vorschädigung teuer werden. Die Lackschichtdickenmessung ist eine kostengünstige Methode, um solche Risiken frühzeitig zu erkennen.

Ein professionelles Messgerät gehört zur Standardausrüstung eines Kfz-Sachverständigen. Kombiniert mit einer technischen Prüfung entsteht ein umfassendes Bild vom tatsächlichen Zustand des Fahrzeugs.

Marco Schuster nutzt diese Messmethode bei Fahrzeugbewertungen vor dem Kauf, um versteckte Vorschäden aufzudecken. Sein technischer Hintergrund aus über 25 Jahren in der Automobilbranche hilft dabei, Messwerte richtig einzuordnen.

Grenzen der Lackschichtdickenmessung

So nützlich die Messung ist, sie hat auch Grenzen. Bei Kunststoffteilen wie Stoßfängern funktioniert das Messprinzip nicht zuverlässig.

Auch bei bestimmten Aluminiumkarosserien liefert das Gerät nur eingeschränkt aussagekräftige Werte. Deshalb ist die Messung immer nur ein Baustein unter mehreren.

  • Optische Prüfung von Spaltmaßen und Verarbeitung
  • Prüfung auf Unfallspuren im Motorraum und Unterboden
  • Auswertung der Fahrzeughistorie, sofern verfügbar
  • Ergänzende Lackschichtdickenmessung an geeigneten Karosserieteilen

Erst die Kombination all dieser Methoden ergibt ein verlässliches Gesamtbild.

Warum ein Laie diese Prüfung kaum selbst leisten kann

Handelsübliche Messgeräte für Privatpersonen liefern oft ungenaue Werte. Zudem fehlt vielen Käufern die Erfahrung, Messergebnisse richtig zu deuten.

Ein falsch interpretierter Wert kann genauso in die Irre führen wie eine unterlassene Prüfung. Deshalb lohnt sich bei einem wichtigen Kauf immer die Einschätzung durch einen erfahrenen Sachverständigen.

Wann sich diese Prüfung besonders auszahlt

Nicht bei jedem Gebrauchtwagenkauf braucht es eine vollständige technische Prüfung. Bei bestimmten Konstellationen ist sie aber besonders sinnvoll.

  • Bei hochpreisigen Fahrzeugen mit entsprechend hohem finanziellen Risiko
  • Bei Privatverkäufen ohne Gewährleistung
  • Wenn der Verkäufer Unfallfreiheit lediglich mündlich zusichert
  • Bei Fahrzeugen mit auffällig günstigem Preis im Vergleich zum Marktwert

In all diesen Fällen wiegen die Kosten der Prüfung das Risiko eines Fehlkaufs deutlich auf. Eine kleine Investition schützt vor teuren Überraschungen.

Einsatzgebiete in Ihrer Nähe

Fahrzeugprüfungen mit Lackschichtdickenmessung führt Marco Schuster unter anderem in Groebenzell, München und Landsberg am Lech durch. Alle Leistungen im Überblick finden Sie unter Leistungen.

Sie planen den Kauf eines Gebrauchtwagens und möchten auf Nummer sicher gehen? Vereinbaren Sie einen Termin unter 0173 238 54 48 oder per WhatsApp.

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