Eine komplette Neulackierung erkennen Sie meist an einer Lackschichtdickenmessung, an sichtbaren Übergängen in schwer zugänglichen Bereichen und an fehlenden Werksaufklebern unter Dichtungen. Mit bloßem Auge fällt eine gute Neulackierung dagegen oft kaum auf.
Genau das macht die Prüfung anspruchsvoll.
Warum ist eine Neulackierung für sich genommen kein Problem?
Nicht jede Neulackierung bedeutet automatisch einen früheren Unfallschaden. Manche Fahrzeuge werden aus optischen Gründen neu lackiert, etwa nach einem Farbwechsel oder wegen starker Verwitterung.
Trotzdem sollten Sie den Grund für die Lackierung immer hinterfragen.
- Farbwechsel aus persönlichem Geschmack
- Ausbesserung von Steinschlagschäden
- Auffrischung nach längerer Standzeit
Problematisch wird es erst, wenn eine Neulackierung einen größeren Unfallschaden verdecken soll.
Wie funktioniert die Lackschichtdickenmessung?
Mit einem Lackschichtdickenmessgerät lässt sich die Dicke der Lackschicht an verschiedenen Stellen der Karosserie messen. Werksseitig aufgetragener Lack liegt üblicherweise in einem bestimmten, sehr gleichmäßigen Bereich.
Eine deutlich dickere Schicht an einzelnen Karosserieteilen ist ein starkes Indiz für eine Nachlackierung.
- Vergleich zwischen benachbarten Karosserieteilen
- Auffällig hohe Werte an einzelnen Stellen
- Ungleichmäßige Messwerte innerhalb eines Bauteils
Diese Messung gehört zur Standardausstattung eines erfahrenen Sachverständigen.
Welche weiteren Hinweise gibt es abseits der Messung?
Neben der Lackschichtdicke gibt es weitere Stellen, die Aufschluss geben können. Bereiche unter Dichtungen oder Türgriffen werden bei einer Nachlackierung häufig übersehen oder nur oberflächlich mitbehandelt.
Ein geschulter Blick erkennt solche Details schnell.
- Lackreste oder Farbunterschiede unter Dichtungen
- Klebeband- oder Abklebespuren an Rändern
- Fehlende oder überlackierte Werksaufkleber
- Feine Unterschiede im Glanzgrad zwischen Bauteilen
Auch die Konturen von Spaltmaßen können nach einer Reparatur leicht abweichen.
Warum lohnt sich ein Sachverständiger vor dem Kauf?
Ein Laie kann bestenfalls eine grobe Sichtprüfung durchführen. Ein KFZ-Sachverständiger verfügt über die passende Messtechnik und die Erfahrung, um Auffälligkeiten richtig einzuordnen.
Marco Schuster ist TÜV Rheinland zertifiziert und bringt über 25 Jahre Erfahrung aus der Automobilbranche mit. Diese Untersuchung gehört zu den Leistungen, die vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens sinnvoll sind.
So vermeiden Sie, dass ein verdeckter Vorschaden erst nach dem Kauf ans Licht kommt.
Was tun bei einem konkreten Verdacht?
Fällt Ihnen bei der Besichtigung ein ungewöhnlicher Glanz oder eine Unstimmigkeit im Lack auf, sollten Sie nicht vorschnell zuschlagen. Ein Vor-Ort-Termin schafft schnell Klarheit.
Das kostet Sie wenig Zeit, spart aber möglichen Ärger.
- Termin beim Verkäufer für die Besichtigung vereinbaren
- Sachverständigen mit Messgerät hinzuziehen
- Erst nach dem Ergebnis über den Kauf entscheiden
Einsatzgebiete in Ihrer Nähe
Marco Schuster ist mit Sitz in Fürstenfeldbruck bayernweit unterwegs, unter anderem in Augsburg, Ingolstadt und Groebenzell.
Wenn Sie vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens Sicherheit über den Lackzustand möchten, melden Sie sich einfach. Telefonisch unter 0173 238 54 48, per WhatsApp oder über das Kontaktformular.